Reiseberichte

erneuter Sieg für den COC am Rheinfall

Wieder einmal hat Hemery Eperania für den COC einen Platz auf dem Treppchen geholt.

Beim Outrigger Rennen in Eglisau in der Schweiz vor der malerischen Kulisse des Rheinfalls hat Hemery den 2. Platz belegt mit einer Zeit von 1:52:20. Das ist ein Schnitt von 13,9 km/h für die 26 km lange Strecke

Einige Eindrücke vom Rennen findet Ihr hier.

Boodensee Tour 2017


Selectif National OCR Manu Ura France 2017

Vom COC hat dieses Jahr Hemery Eperania teilgenommen und den 2. Platz belegt.

hier gehts zu den Fotos

Wanderfahrt am Bodensee August 2016

zum Fotoalbum

Wochenende am Staffelsee

Die Route vom Samstag

zum Fotoalbum

Die Route vom Sonntag

 

 

Herbstwanderung 2015

Am 26.09.2015 hat der COC die erste seiner zukünftig hoffentlich jedes Jahr stattfindenden Herbstwanderung gemacht. Zum Auftakt ging es von der Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein entlang des Wanderwegs teilweise auf der Forststraße und teiilweise auf einem Steig hinauf zur Staffenalm. Anschließend über die wunderschöne Almwiesen entlang Richtung Hochplatte. Auf halben Weg in einer Waldlichtung haben wir die Massen der Wanderer verlassen und sind rechts ab auf den kleinen abgelegenen Gipfel des Friedenrath, den Balkon zum Chiemsee, aufgestiegen. Etwas Trittsicherheit ist hier schon notwendig gewesen.

Da wir nur wenige Wanderer waren und uns fit fühlten haben wir kurzerhand beschlossen weiter zur Kampenwand zu wandern, und zwar auf dem sehr schwierigen Weg von Süden her über den Klettersteig. Es ging vorbei an der Piesenhausner Hochalm entlang der Südseite der Kampenwand und dann steil bergauf über die mit Seil gesicherten letzten Meter des Klettersteigs hinauf zum Gipfel.

Eine zweite Runde alkoholfreies Franziskaner Radler machte uns fit um unseren Weg zu vervollständigen. Rainer fühlte sich trotz seiner vorausgehenden Nachtschicht und nur 30 Minuten Schlaf und vor allem seiner neuen Laufschuhe, dieser speziellen Zehenschuhe, trotzdem fit um nicht den kürzeren Weg zurück wie wir hergekommen sind zu nehmen, sondern zur Steinlingalm Richtung Norden abzusteigen um dann weiter über die Gedererwand runter Richtung Maisalm auf den Forstweg zu kommen. Dieser Weg führte uns schließlich über einen langen Umweg und einen weiteren Aufstieg um ca. 300 Höhenmeter zurück zur Staffenalm, wo wir dann den bereits bekannten Rückweg zum Parkplatz antreten konnten.

Wir waren begeistert, trotz dem druchwachsenen Wetter und der etwas dürftigen Aussicht. Rainer war sichtlich begeistert vom Härtetest den er seinen Schuhen unterzogen hat und ich merke wie auch er dein Ziehen in den Oberschenkeln.

Schön wars und vielleicht wird dies ja wirklich zur Tradition unseres Vereins.

zum Fotoalbum

Vollmondpaddeln auf dem Chiemsee

Es ist immer wieder ein Genuß und wir freuen uns jedes Mal, wenn wir, trotz des lange Aufbleibens unter der Woche, wo ja die meisten am nächsten Tag arbeiten müssen, dann das ruhige Gleiten in der mystischen Vollmondstimmung über den Chiemsee erleben dürfen.

Diesmal war es besonders schön, denn nicht nur die Hinfahrt zum Campingplatz Lambach, inzwischen einer unserer Stammplätze für Ausfahrten, war wunderbar, da wir eine ausgiebige Pausse einlegten um mitten im offenen (bayrischen) Meer schwimmen zu gehen. Ja das ist das tolle beim Outrigger Paddeln, denn man kann jederzeit (mehr oder weniger) problemlos wieder ins Kanu einsteigen, auch wenn man keinen festen Boden unter den Füßen hat. Jeder hat da seine spezielle Technik. Manche (wie wir uns sagen liesen) versuchen bei Rennen wo ja während der Fahrt die Paddler gewechselt werden sich durch eigentlich unerlaubtes “hook-up” mit dem Ellenbogen ins Kanu hochzu hackeln ohne Rücksicht auf evtl. Schmerzen oder gar Verletzungen. Hie Endorphine helfen da ganz schön weiter. So ist es dann wohl auch beim Wiedereinsteigen nach einer relaxten Schwimmtour, jeder kommt irgendwie wieder an Bord, und wenn nicht, wir lassen ja niemanden zurück an Land schwimmen, dann gibt es eben etwas Hilfe.

vollmond15_03_IMG_1205

Das eigentlich wunderbare an der diesjährigen Vollmondtour war, dass unser neues Vereinsmitglied Petra mit ihrer wunderschönen orginalen hölzernen indianischen Flöte ein kleines Konzert gab. Am Chiemseeufer des Campingplatz Lambach mit Blick auf den Mond, die Reflexionen im Wasser, der Silhouette der Berge und des malerischen Stegs im Vordergrund durften wir den mystischen klängen aus Petras Flöte lauschen. Ja es war sogar so schön, dass gleich Camping-Urlauber vor Ort nach einer Zugabe riefen.

Umso schöner war dann die Rückfahrt, dann mitten auf halber Strecke bei absoluter Windstille und Null-Wellengang war die Stimmung während des zweiten Flötenspiels dann am Höhepunkt angelangt.

vollmond15_09_IMG_1237

Danke Petra, dass Du Dich getraut hast und wir diese mystische Stimmung somit noch einmal ganz anders erleben durften. Das Grillen wird bestimmt demnächst nachgeholt.

Vogalonga 2015

Vogalonga 41a,

das ist der offizielle Name der diesjährigen Vogalonga, DEM Paddelevent in Venedig. über 1800 Kanus und Boote waren bei der diesjärigen Vogalonga angemeldet und über 8000 aktive Paddler und Ruderer waren auf der über 30 km langen Runde durch und um Venedig herum unterwegs.

Details findet ihr unter www.vogalonga.eu und www.vogalonga.it

zum Fotoalbum

Zu viert sind wir (Claudia und Andreas vom Ciemsee Outrigger Canoes e.V.) mit zwei Gästen am Samstag um 6 Uhr morgens bei Regen aufgebrochen. Ja, wir vertrauten dem Wetterbericht, der besagte, dass der Regen auch in Venedig gegen Nachmittag abnehmen und am Abend aufhören sollte. Am Sonntag, so die Vorhersage, soll der Wind dann sogar bis Mittags auf unter 8 km/h fallen und die Sonne sich zeigen.

vogalonga15-wetter

Was für ein Glück wir dann letztendlich hatten ist uns am Sonntag klar geworden. Eigentlich wie vorhergesagt nur, dass der Sonntag tatsächlich ein richtiger Sommertag war mit gefühlten 26°C. Das einzige was uns noch erinnerte an die vergangenen Regentage war die Wassertemperatur.

Es war wieder ein wunderbar erlebnisreiches und gelungenes Event. Sogar wesentlich entspannter war alles. Das Abholen der Unterlagen und der Startnummer war einfach, da wir diesmal genau wussten wo wir hin mussten, auch der Weg war relativ einfach, da wir die Anfahrt vom Campingplatz (Fusina) zum Markusplatz bereits kannten (ca. 7 km). Übrigens, für alle die den Campingplatz noch nicht kennen. Er liegt nicht wirklich schön, also inmitten des Industrie-Hafen-Gebiets. Aber an der 100 m entfernten kleinen Marina (Hafen) können die Boote und Kanus wunderbar ins Wasser getragen werden.

Im Hauptkanal, wo auch die großen Kreuzfahrt-Monster unterwegs sind, waren die Wellen teilweise beängstigend hoch (der Lipnosee lässt grüßen). Das wird uns eine Lehre sein, beim nächsten Mal nehmen wir wirklich Schwimmwesten mit und tragen diese auch, wenn auch nur in diesem 1 km langen Kanalstück.

Beim zurückpaddeln haben wir diesen Kanal nach 2/3 der Strecke geschickt umfahren und sind um die Insel Sacca Fisola herumgefahren (s. GPS-Track) durch einen kleinen Verbindungskanal zurück auf die Route zum Campingplatz. Eine schöne Erfahrung mal andere nicht touristische Inseln bei Venedig zu sehen.

2015_0525_Vogalonga0067_web

zum Fotoalbum

Die eigentliche Vogalonga-Runde durch die Bucht von Venedig war auch wunderbar entspannt, da wir einige Pausen einlegten, sei es zum Toilettengang (war übrigens wirklich interessant und amüsant, wie die einzelnen Paddler erfinderisch waren hier im Flachland auf die Toilette zu gehen), zum Beine vertreten,  zum Schwimmen oder auf einen “schnellen” Cappuchino auf der Insel Murano. Gut dass Robert so gut Italienisch konnte, somit stand einer Bestellung und der schnellen Bezahlung nichts im Weg, und wir konnten unsere Weiterreise fortsetzen. Naja, so schnell hätten wir eigentlich gar nicht sein müssen, denn vor dem Eingang nach Venedig gab es wieder einen riesigen Stau. Diesmal warteten wir ca. 1 Stunde, in der wir den Eingang  zum Kanal fast schon berührten, dann wieder zurück gedrängt wurden und über 100 Meter entfernt waren. Dieses Spiel wiederholte sich einige Male, alles auf engstem Raum. Mit fast kenternden Ruderern, die bei eingeklappten Rudern fast die Balance verloren und auch manchem sehr genervten italienischem Gondoliero, der entweder uns am Iako mit seinem Paddel festhielt und uns am Vorwärtskommen hinderte oder lautstark uns mit “Bastardo” beschimpfte, wenn er es nicht geschafft hat sich und seine Godel an uns vorbei zu schieben. Aber ansonsten ist diese Vogalonga wieder absolut friedvoll verlaufen, und nach dem Stau hat sich die Lage wieder sehr schnell entspannt und wir konnten das Highlight, also die abschließenden Kilometer durch den Canal Grande wunderbar genießen und auch das ein oder andere Foto machen mit unseren am Vortag auf dem Markusplatz für 3 EUR erstandenen Zauberstäben, den sog. Selfy-Sticks, den Teleskopstangen, an die man eine Kamera befestigen konnte und von oben dann Fotos von uns und den Booten/Kanus machen konnte.

IMG_0713_web

zum Fotoalbum

Zum Schluss der Vogalonga, es fehlte nur noch ca. 1 km, da ertönte dann der Schluss-Schuss. Jetzt war wohl die Vogalonga zu Ende, aber wir noch nicht am Ziel. Hmmmm, wir waren alle sehr gespannt, aber dieses Signal ist wohl eher für die Motorboote gedacht, denn jetzt nahm der Verkehr auf dem Kanal wieder zu. Nach längerem Anstehen – wir waren nicht die letzten – an der Medaillen- und Siegerurkunden-Ausgabe (Die Italiener ließen sich wirklich jede Menge Zeit dafür) – hatten wir endlich unsere Trophäen in den Händen und zudem noch einen Bund Bananen. Wir entschieden uns jetzt noch irgendwo im ruhigen Wasser anzulegen und die restliche Zeit nicht am Campingplatz inmitten von Hafenindustrie, sondern noch in Venedig zu verbringen. Eine gute Entscheidung, ganz relaxed ließen wir uns durch die Gassen zwischen den Kanälen treiben und bekamen tatsächlich irgendwo noch einen guten Cappuccino für 1,50 EUR mit auf den Weg, den wir dann am Canal Grande in Ruhe genossen.

2015_0525_Vogalonga0093_web

zum Fotoalbum

Wirklich seltsam was für Leute sonst noch die Vogalonga bestritten. Da war ein junger sportlich wirkender Paddler in seinem Faltboot, der, wie sich herausstellte neben mehreren Flaschen Bier auch zwei Flaschen Wein unterwegs als Proviant verzehrt hatte. Genau so haben wir das dann fast erwartet, wie er versucht hat torkelnd sein Boot aus dem Wasser zu heben. Fast wäre er ins Wasser gefallen, fast unter der Last seines Kanus zusammengebrochen, fast alle seine vielen schweren leeren Flaschen aus dem Boot fallend auf dem Boden zerbrochen. Mit etwas Hilfe hat er es dann doch geschafft ….. Verrückt was auf der Vogalonga für Leute unterwegs sind.

2015_0525_Vogalonga0114_web

zum Fotoalbum

So nahm unsere Tour also wieder ein Ende. Heil aber angenehm erschöpft am Campingplatz angekommen haben wir es uns verdient – eine gute frische gekühlte Flasche Bier für 4 EUR vom Campingplatzkiosk. Duschen, Brotzeit (eine Pizza im Restaurant hätte 1,5 Stunden gedauert), eine Flasche Wein und wir sind alle geschafft angenehm ins Zelt gefallen und haben geschlafen wie man so schön sagt: “like a baby”.

2015_0525_Vogalonga0122_web

Bis zum nächsten Mal – Venedig wir kommen wieder, vielleicht schon zur Vogalonga 42a

zum Fotoalbum

Andare in Canoa a Delta di Po (Paddeln im Po Delta)

Fünf Paddler und ein Dackel erkunden das Po Delta (Reisezeit: 06.06. bis 14.06.2014)

Dies ist ein sehr persönlicher Bericht, da die beiden Autorinnen der Meinung sind, dass es eine sehr schöne und persönliche Reise war. Entstanden aus den Aufzeichnungen und Notizen eines Reisetagebuchs vor Ort.

Start der ersten Crew mit Tane Motu – Stefan, Roland, Sigrid und Dexter – war am Freitag 06.06.2014 ab Traunreut, mit Stefan’s Wohnwagen, am Vormittag Richtung Italien, der Sonne und Wasser am Po entgegen.

Wünsche von: Stefan – schöner Wind für das Lenkmatten-Segel im Kanu und dieses filmen von oben. Gutes Fischessen. Seegang zum Surfen, aber ohne Sturm. Roland – schweigt und lässt sich am liebsten überraschen. Sigrid – Vollmond Paddeln am Meer. Paddeln in schöner Gegend geniessen.

Kurz nach Sonnenuntergang, nahe dem Ziel fällt das GPS aus und unsere vertraute Navigationsstimme informiert uns nicht mehr. Aber Meisternavigatoren irritiert das nicht, selbst nach Sonnenuntergang im Dunkeln. So wie die Seefahrer nach James Cook, Magellan usw. mit Papierkarten die Welt bereisten, so fanden wir per Landkarte unseren Weg zum, von Stefan vorgesehenen, Übernachtungs- und Startplatz zur Delta-Erkundung auf den Koordinaten 44.94942 12.49038.

Samstag 07.06.2014

Nach dem Zusammenbau unseres Viersitzer Kanus, dem Beladen und einer maorischen Startgeste mit Lauten ging es los vom Kraftwerk- Standort nach Pila. Pila hat enttäuscht, weil es schlammig, teuer und das Ufer mit Fischerhütten zugebaut ist. Somit für nautische Gäste ungeeignet.

Weitere Fahrt Richtung Rastplatz…

Unser Rastplatz und späterer Übernachtungsplatz ist am Ende des Deltas auf den Koordinaten 44.96719 12.55182. Ein wunderbarer Sandstrand auf dem man quasi hawaiisch mit dem Kanu anlanden kann. Nicht wie auf Cres (Expedition in Kroatien 2011) oder am „heimischen“ Bayrischen Meer, wo das Ufer aus Geröll besteht.

Stefan ist überrascht. Wo er vor einem Jahr problemlos paddelte, reicht heute der Wasserstand, an einigen Stellen in den Lagunen, für das Eintauchen von 2/3 Paddelblatt.

pd-01 pd-02 pd-03

pd-04 pd-05

pd-06

Der blaue Lenkdrachen wird die Tage immer mal wieder am Strand erprobt und Dexter kläfft begeistert, durch heißen Sand rennend, hinauf.

Roland hingegen liegt genüsslich mittagsschlafend im Sand. Er wird immer mal wieder von Dexter besucht, indem er ihm genüsslich durchs Gesicht schleckt. Dexter liebt es außerdem junge Langusten zu jagen, Stöckchen, Nachbarhunde und seien sie noch so viel größer als er. Er wurde sogar in einem Strauch herum kletternd und bellend gesichtet.

Bei Sonnenuntergang ist die Luft sehr friedlich und Sigrid möchte unter freiem Himmel übernachten. Als sie jedoch sieht, wie der Po Delta erfahrene Stefan sein Zelt aufbaut, ahnt sie was kommen wird und tut das Gleiche. Wie auch Roland ist weise, es zu tun. Denn, ….., Dunkelheit und es sirrt in der Luft und wir können uns nur noch mit einem Sprung in die Zelte vor den Myriaden von Mücken retten.

Sonntag 08.06.2014

Morgens, Sigrid hat mehrere dicke, entzündete Placken am Bein und fühlt sich elend. Das dürfte mehr allergische Reaktion auf verdreckte Insektenstiche, als Sonnenstich Reaktion gewesen sein, denn sie machen sich tagelang bemerkbar.

Wir entdecken spannende Spuren im Sand – ist es nun eine Echse gewesen, ein hiesiger Wasservogel, ein entlaufener Alligator oder Pinguin? Für eine Schildkröte sind sie zu schmal. Die Antwort Fischotter, den wir Tage später beim Paddeln trafen, trifft jedenfalls nicht zu. Der hinterlässt ganz andere Spuren.

Bevor wir weiterziehen wird aus einem größeren Schwemmholz und Strandgut (leider überall vorwiegend Müll) noch eine Skulptur gestaltet.

Was wir jeden Tag aufs Neue genießen, sind die langen Pausen in den selbst angelegten Schattenplätzen, denn das Wetter ist alle Tage der Reise sehr heiß glühend. Überall stehen von Einheimischen aufgebaute Holzkonstruktionen, die als Schatten- Hütte genutzt werden können. Diese werden von uns, mit alle möglichen Planen, Seilen, fantastischen Stefan-Knoten (Palsteg, Schotsteg, Weblein) Schatten werfend zurecht gemacht. Stefan ist unter anderem der Knoten- Experte unter uns. Er lässt uns so immer wieder an seinen vielen Segel- und Paddel- Erfahrungen teilhaben.

Montag 09.06.2014

SMS von Andreas und Claudia „Vogalonga war ein Hammer“ (siehe sein Bericht). Am Nachmittag kommen sie, von Venedig her, zu unserer Expedition dazu.

Sigrid, die gerne Erfahrungen im Steuern erneuern und erweitern möchte, fährt uns erst mal im Kreis herum und fragt nach technischem Verstehen. Sie zeichnet Kanus auf Papier. Und schon steht Stefan da, hat aus einem Stück Holz ein Kanu, 2 Iako und eine Ama gefertigt. Sigrid spendet noch das Paddel dazu und schon geht es ans theoretische Verstehen.

„Ich übermittle die Kraft, die auf das Paddel wirkt auf das Kanu. Und nicht die Strömung zwischen Kanu und Paddel, wie ich es gedacht hatte.“ „Dort wo ich als Steuerfrau sitze, dort bewegt sich das Kanu nach links oder rechts. Und nicht die vordere Spitze des Kanus. Ich konzentriere mich darauf, was vorne geschieht. “ Hach, ist doch logo, oder?

pd-11 pd-12 pd-13

pd-14 pd-15

pd-16

Logo ist auch, dass Andi und Claudia abgeholt werden. Nachdem alle nun schon zu lange im Schatten abhängen und warten, paddeln Stefan und Roland Richtung Kanal (Autostellplatz). Sie müssen ziemlich lange paddeln, bis die Beiden doch auftauchen und sich über die Eskorte freuen.

Es werden erstemal Neuigkeiten und Erlebnisse der letzten Tage ausgetauscht bis alle beschließen nochmal ans Festland zu ziehen, die restlichen Sachen zu packen und am Abend nochmal zusammen in die Pizzaria vor Ort zu gehn. Als uns die Familien Clans und Mücken zu laut werden, machen wir uns auf den Heimweg zu unserem Übernachtungsplatz. Schließlich wollen wir für den Start unserer offiziellen Rundtour ausgeschlafen sein…

Dienstag 10.06.2014

Der Tag startet um ca. 7 Uhr. Es wird geräumt, beladen, Einkaufslisten erstellt (und bestellt: wichtig ein Geburtstagskuchen für Mittwoch) und natürlich gefrühstück. Nachdem Stefan und Roland vom Einkauf zurück sind, geht gemütlich unsere 1. Etappe los. Wir peilen den selben Schatten-/ Lagerplatz an, wie am Tag zuvor – es ist einfach zu heiß um tagsüber längere Strecken auf dem Wasser zu sein. Im Wasser liegt auch unser zweites Kanu ganz gut – beladen mit Andi und Claudia sowie ausreichend Proviant und Trinkwasser.

Nach unserer Siesta im selbstgebauten Strandcamp (geschätzte Zeit zwischen 13 und 14 Uhr): Claudia schreibt, Andi und Stefan genießen das Meerwasser, Sigrid räumt etwas auf und Roland läuft mit einer Schaufel Richtung Westen. Ziel: unbekannt. Möchte er sich im kühlen Sand eingraben, so wie Dexter (unserer Dackel), welcher sich unter unserem Tisch eine angenehme Kuhle gegraben hat und vor sich hindöst…?

Als alle wieder im Lager, aus verschiedenen Richtungen eintreffen (Roland hat sich nicht im Sand eingegraben) entsteht ein spontanes Fotoshotting von oben. Stefan hat seinen Lenkdrachen dabei mit oben instalierter Kamera und so kann er scheinbar unbemerkt über uns hinwegfliegen – wäre da nicht Dexter, welcher einen Höllenlärm macht und das unbekannte Flugobjekt von unten anbellt. Wir machen alle ungeschmickt eine gute Figur und auch unsere Kanus, wie sie in der Sonne am Meer liegen. Puh, war das anstrengend mit Dexter dem Lenkdrachen hinterher zu jagen und auch noch zu lächeln…also alle wieder ab in den Schatten und wir finden ganz schöne Gesprächsthemen, bis auf unseren kleinen Dackel, welcher lautlos einen Platz im kühlen Sand findet.

Irgendwann ist es dann wieder Zeit aufzubrechen und einen netten Platz für die Nacht zu finden. Gesucht – gepaddelt – und gefunden gibt es lecker Abendessen. Andi und Claudia gehen noch einwenig am Strand sparzieren um kurz nach Sonnenuntergang zurück zu sein – denn dann tanzen die Mücken. Alle verziehen sich im Zelt: es ist heiß wie in der Sauna und die kleinen Blutvampiere kleben wie die Geier am Zelt. Roland würde sagen der Sand – überall am Körper und in der Hose – war schlimmer. Sigrid und Claudia hassen die Mückenbiester mehr! Den Tagesrhythmus bestimmt die Sonne und so wachen wir am nächsten Tag, trotz nächtlichem Mückengesurre, pünktlich zu einem wunderbaren Sonnenaufgang auf…

Mittwoch 11.06.2014

Claudia hat Geburtstag und das wird gefeiert. Hmm, mit italienischem Kuchen, mit einer großen Klangschale, die Andreas ihr schenkte, mit kleinen Geburtstagskerzen. Roland und Sigrid schenkten zum Sonnenaufgang einen hawaiischen Chant, den sie schnell noch eingeübt hatten:

Die Bavaria Va’a Rapper live :-) 

E ALA E wach auf
KA LA I KA HIKINA die Sonne kommt im Osten
I KA MOANA über dem Meer
KA MOANA HOHONU dem Meer so tief
PI’I KA LEWA sich dem Himel erhebend
KA LEWA NU’U zu des Himmels höchstem Punkt
I KA HIKINA da im Osten
AIA KA LA dort ist die Sonne
E ALA E steh auf

Nach einem wunderbaren Geburtstagsfrühstück packen wir alle zusammen und Sigrid, Roland und Stefan zeigen Andi und Claudia nochmal die merkwürdigen und undefinierten Spuren im Sand. Claudia ist froh, dass die Zelte weiter weg standen über Nacht.

pd-21 pd-22 pd-23

pd-24 pd-25

pd-26

Es entsteht noch ein Gruppenbild bei der COC- Skulptur bei den Koordinaten 44.96719 12.55182. Und bald sind wir wieder auf dem Wasser, Richtung Leuchtturm. „Attentione Militare“ schreckt uns ab und wir paddeln weiter.

Es ist schön im Delta mit vielen Vogelgeräuschen, Fischen die über die Kanus springen und einem Fischotter, welcher sich uns zu erkennen gibt. Dann aber schnell Richtung Meer zum nächsten Rastplatz auf 44.99200 12.50704. Andi, Stefan und Dexter sind auf Strand Erkundungstour. Sigrid scheint zu meditieren, Roland genießt den Schattenplatz und Claudia ist gespannt, was noch passiert.

Als alle wieder da sind und sich erschöpft in den Sand niederlassen, gibt Claudia ihr erstes Klangkonzert mit ihrer tibetischen Becken- Klangschale. Dexter demonstriert zunächst unbekannte Töne und sucht am Strand das Weite. Während Andi und Roland sich mit den Wellen einschwingen.

Nach einem zweiten Geburtstagskuchen paddeln wir weiter bis zum nächsten Mündungskanal. Dort steht bereits eine wunderbare Casa, mit blau- weißer Wachstischdecke und der Schattenschutz ist auch schon angebracht. Wir wählen dieses als unseren Übernachtungsplatz. Vorher genießen wir gemeinsam gekochtes, eine gute Flasche Rotwein und ein Geburtstags- Lemon-Likör von Stefan selbst destilliert. Unsere beiden Vorstandsvorsitzenden teilen sich, eine am Strand gefundene Aludose mit österreichischem Bier (Anm. d. A.: was für ein herrlicher Genuß). Mückenalarm nach Sonnenuntergang und alle sind in den Zelten verschwunden.

Donnerstag 12.06.2014

Nachdem wir alle eine mückenreiche und nicht erholsame Nacht hatten und Claudia schon mit Trinkwasser duscht und Sigrid das eine gute Idee findet, erwähnt Stefan den klaren Weißensee, mit tollem Campingplatz. Claudia und Sigrid jubeln: „Dort wollen wir hin.“ Auch Stefan strahlt. Einen Tag Alpensee paddeln, mit klarem nicht getrübten Wasser. Nach Tagen der Hitze mit über 39°, Alpenluft genießen, bevor es wieder heim in den Chiemgau geht. Auch die beiden Anderen stimmen sich ein, obwohl Andreas gerne die Runde im Po zu Ende gebracht hätte, mit geplanter Schleusen Durchfahrt.

So machen wir uns also auf den Weg, von Andreas navigiert, zu unserem Auto Standplatz. Nachdem alles gepackt und aufgeladen ist, geht es durch das schwül-hitzige Italien nach Österreich. Stefan’s letzte Worte zu Andreas und Claudia waren: „Wir treffen uns am Ostufer. Es gibt dort nur einen Campingplatz.“ Und weg waren wir mit unseren zwei Autos.

as-01 as-02 as-03

as-04 as-05

as-06

Aus einem unerklärlichen Grund (Zielort Weissensee?) landen Claudia und Andi am Abend am Westufer des Sees. Per SMS wird verabredet, dass wir uns am nächsten Tag am Nordufer des Sees auf dem Wasser treffen.

Freitag 13.06.2014

Die Wiedersehensfreude ist groß, als es tatsächlich klappt und die beiden Crews sich auf dem See erkennen. Zufällig treffen wir uns exakt in der Mitte des Sees, wo ein wunderschönes Restaurant liegt. Eine letzte gemeinsame Einkehr mit guten Gesprächen. Alle sind sich einig, dass dies ein gelungender Abschluss unserer gemeinsamen Tour/ Urlaubs ist. Der wirklich, fantatisch klare See, türkisfarbenes Wasser, umgeben von einer herrlichen Landschaft und wir scheinen im schönsten Cafe der Gegend zu sein: Terrasse zum See, Strandkorb, Cappuccino und Apfel-/Schmandstrudel. Was will man mehr…?

Claudia und Sigrid wollen es nochmal ganz genau wissen: Was war das schönste dieser Tour?

Stefan: ohne viele Worte – “Also schön wars”!

Sigrid: ” Da reichen meine 10 Finger nicht für”!

Andreas: “Gut, dass wir den Kanal, im Po Delta, nicht mehr fahren mussten. Aber schade, dass wir die Schleuse verpasst haben.”

Claudia: “Unser schönes Wiedersehen hier am See, mein Geburtstag und viele kleine Momente”

Roland: “Seelenbad nach Sandbad” und “nun paddelt jeder Stamm wieder in seine Richtung”

Huck! Was für ein schönes Schlußwort. Stefan holt seinen Stamm mit dem Kanu am Steg des Cafes ab – was für ein Service! Die Wolken am Himmel laden nun auch nicht mehr zum Verweilen ein und die 1. Crew paddelt Richtung Osten…Bis bald….bis bald…noch ein zwei Fotos und auch Andi und Claudia machen sich auf Richtung Westufer. Alle kommen gut am Festland an und lassen für sich den Urlaub ausklingen.

Claudia & Sigrid

Mehr Infos findet man auch bei Google

Chiemsee Nachttörn bei Supermond (Vollmond)

Dieses Wochenende (Vollmond) ist schon das zweite Perigäum in diesem Jahr bei dem sich der Mondabstand zur Erde auf enge 357.000 km verringert, was ihn größer und heller erscheinen lässt.

Freitag 08. August, der COC rückt gleich mit zwei Va’a aus um das Spektakel auf dem Wasser zu verfolgen.

Letzte Wolkenfetzen vor den Chiemgauer Bergen lösen sich auf, am Himmel sind noch etliche Ballone unterwegs und der See hat badefreundliche 22 Grad. Für den fliegenden Crewwechsel beim nächsten Wettkampf übt Andreas unterwegs schon mal das Einsteigen… erst mal im Stillstand.

Mit den letzten Sonnenstrahlen laufen wir unsere Warteposition Steghäusel in Lambach an, im V2 TENA KORUA die Damencrew Claudia und Eva, im V4 TANE MOTU Andreas, Martin, Roland und Stefan.

Ganz schön was los hier im kleinen Strandlokal, aber die beiden jungen Frauen vom Service bleiben trotzdem humorvoll wie immer. Die Teleobjektive der kleinen kompakten Digi-Cams sind bis zum Anschlag ausgefahren und auf den Erdtrabant gerichtet. Formatfüllend und kraterrandscharf leuchtet er im Display. Wo steht denn nun diese US-Flagge, oder waren die am Ende gar nicht… ?

supermond-01 supermond-02 supermond-03

supermond-04 supermond-05

supermond-06

Langsam wird es Zeit für die Rückfahrt nach Schützing, Stirnlampen blitzen auf und schemenhaft verschwinden die Kanus aus dem Blickfeld der Mondanbeter am Strand.

An Bord werden jetzt die Positionslichter der Boote auf dem See analysiert. Rotes Seitenlicht, darüber weisses Licht. Aha, ein Segelboot mit Dampferlicht unter Maschine, jetzt also ausweichpflichtig gegenüber uns. Dann ein Boot mit Seitenlicht, Dampferlicht und Ankerlicht im Masttop, wir sind ratlos.

Wir paddeln den silbern glitzernden Pfad Richtung Supermond und verweilen still in seinem Spiegelbild im Wasser, Claudia schlägt an Bord ihre Klangschale an. Ja, es hat schon was, so nachts auf dem Bayerischen Moana im Va’a.

Aus dieser Richtung und bei der Beleuchtung ist es einfach die heimischen Gestade zu finden, wir sollten bald mal zu einer Orientierungsfahrt bei stockdunklem Neumond aus der Feldwieser Ecke zurück nach Schützing starten. Wer kommt mit?

Webcam

Wassertemp. Seebruck