2015

Socken für die Paddel Teil 2

Ein Bild sagt mehr wie tausend Worte. Jetzt kann der Winter (endlich) kommen :-)

 

[ratings]

Flamingos am Chiemsee

Es war vielleicht die letzte Ausfahrt in diesem Jahr. Ein umso außergewöhnlicher Abschluss war es dafür, einfach traumhaft. Fünf Flamingos live in freier Wildbahn sehen zu dürfen, und das dann noch vor der Kulisse des Klosters Frauenchiemsee. Offenbar machen die Tiere jedes Jahr um diese Jahreszeit hier eine Pause, zwischen Herreninsel und Krautinsel. Woher sie kommen ist scheinbar noch unklar, sehr wahrscheinlich aus einem Salzburger Privatzoo. Ganz egal, es ist einfach ein Traum, diese rosafarbenen Vögel im Wasser stehen zu sehen und dann sogar noch beim Starten, beim über uns Kreisen und beim Landen beobachten zu dürfen.

flamingos_2015_04

zum Fotoalbum

Pit, Hemery, Rainer (aus Rosenheim) und Andreas waren zusammen mit dem V4 Vahine Motu von Schöllkopf (nördlich von Bernau am Chiemseeufer) gestartet und an der Herreninsel vorbei auf dem Weg zur Fraueninsel. Unglaublich wie geduldig und ruhig die Flamingos waren. Man konnte sich bis auf ca. 50 Meter langsam und absolut ruhig nähern. Am schönsten ist es wenn die Vögel direkt überuns hinweggeflogen sind. Nach ca. 30 Minuten hat dann ein sehr sportlicher SUP-Paddler die Ruhe gestört, indem er quer durch die Flamingomenge paddelte. Die Tiere sind gestartet und wir sind weiter um uns auf der Fraueninsel beim Inselwirt unser wohlverdientes Insel-Weissbier zu gönnen.

Der Rückweg war etwas sportlicher, teilweise auf den Wellen der vorbeiziehenden Schiffe geritten, teilweise einfach nur im Sprint Strecke gemacht. Tja uns ist allen warm geworden, aber so warm, dass gleich alle, wie Hemery und Pit, ins ca 6,5 °C kalte Wasser gesprungen sind (ohne Neopren!!!), das war Andreas und Rainer dann doch zu viel.

Auf jeden Fall hatte die Truppe vom Chiemsee Outrigger Canoes e.V. viel Spass und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir unsere Gäste hier am Chiemsee beobachten werden. Offenbar gefällt es denen hier genauso gut wie uns.

Herbstwanderung 2015

Am 26.09.2015 hat der COC die erste seiner zukünftig hoffentlich jedes Jahr stattfindenden Herbstwanderung gemacht. Zum Auftakt ging es von der Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein entlang des Wanderwegs teilweise auf der Forststraße und teiilweise auf einem Steig hinauf zur Staffenalm. Anschließend über die wunderschöne Almwiesen entlang Richtung Hochplatte. Auf halben Weg in einer Waldlichtung haben wir die Massen der Wanderer verlassen und sind rechts ab auf den kleinen abgelegenen Gipfel des Friedenrath, den Balkon zum Chiemsee, aufgestiegen. Etwas Trittsicherheit ist hier schon notwendig gewesen.

Da wir nur wenige Wanderer waren und uns fit fühlten haben wir kurzerhand beschlossen weiter zur Kampenwand zu wandern, und zwar auf dem sehr schwierigen Weg von Süden her über den Klettersteig. Es ging vorbei an der Piesenhausner Hochalm entlang der Südseite der Kampenwand und dann steil bergauf über die mit Seil gesicherten letzten Meter des Klettersteigs hinauf zum Gipfel.

Eine zweite Runde alkoholfreies Franziskaner Radler machte uns fit um unseren Weg zu vervollständigen. Rainer fühlte sich trotz seiner vorausgehenden Nachtschicht und nur 30 Minuten Schlaf und vor allem seiner neuen Laufschuhe, dieser speziellen Zehenschuhe, trotzdem fit um nicht den kürzeren Weg zurück wie wir hergekommen sind zu nehmen, sondern zur Steinlingalm Richtung Norden abzusteigen um dann weiter über die Gedererwand runter Richtung Maisalm auf den Forstweg zu kommen. Dieser Weg führte uns schließlich über einen langen Umweg und einen weiteren Aufstieg um ca. 300 Höhenmeter zurück zur Staffenalm, wo wir dann den bereits bekannten Rückweg zum Parkplatz antreten konnten.

Wir waren begeistert, trotz dem druchwachsenen Wetter und der etwas dürftigen Aussicht. Rainer war sichtlich begeistert vom Härtetest den er seinen Schuhen unterzogen hat und ich merke wie auch er dein Ziehen in den Oberschenkeln.

Schön wars und vielleicht wird dies ja wirklich zur Tradition unseres Vereins.

zum Fotoalbum

2. Seeoner Outrigger Rennen 2015

10. Seeoner Triathlon

Beim 10. Regnauer Triathlons (Seeoner Triathlon) hat der COC sich wieder mit einem Outrigger Rennen am Rahmenprogramm beteiligt

Mehr Infos gibt es auch unter: www.seeon-bewegt.de

12 Teams, davon zwei Frauen-/Mädchen-Teams traten diesmal an. Mit Hemery, Martin und Andreas als Steuerleute konnte sich immer einer erhohlen. Die Strecke betrug diesmal 600 Meter und die Boje wurde sicherheitshalber in einer Rechtskehre umfahren.

Die erstaunlichsten Ergebnisse waren die Jugendlichen vom Freeriderteam, das mit Abstand (fast 30 Sekunden zum 2. Platz) als Sieger aus dem Rennen hervorging. Die zweite Überraschung war das Mädchenteam, das nur wenige Sekunden hinter dem Frauenteam lag. Hier war neben dem Gewichtsvorteil sicherlich auch eine gute und konsequente Umsetzung der Paddeltechnik der Grund.

Ein voller Erfolg war die Veranstaltung im Nachhinein aus Sicht aller Beteiligten, obwohl die Liegewiese am Strandbad in Seeon wieder ähnlich wie im letzten Jahr verhältnismäßig grün blieb. Dafür hatten wir mit dem Wetter umso mehr Glück. Im Vergleich zu den angesagten 90% Regenwahrscheinlichkeit gab es während dem Rennen wenig Wolken, keinen Regen und auch der Wind war schwach genug, damit die folgenden Aufnahmen diesmal mit einer Flugdrohne aus der Vogelperspektive aufgenommen werden konnten.

zum Fotoalbum

 

Schule trifft Verein 2015

Zum ersten Mal gab es eine Veranstaltung dieser Art. Die Reiffenstuel-Realschule-Traunstein hat Vereine eingeladen um den Schülern die Möglichkeit zu geben, in die Sportarten, die von Vereinen im Landkreis angeboten werden, hineinzuschnuppern. Vom Chiemsee Outrigger Canoes e.V. haben sich Andreas, Sigrid und Roland  bereit erklärt mit 18 Schülern mit jeweils 2 Kanus eine kurze Ausfahrt von 45 Minuten zu machen.

Nach einer Einführung in die Traditionen und die Geschichte der Outrigger-Canoes durch Sigrid wurden die beiden V4 gemeinsam mit den Schülern aufgebaut. Nach einer anschließenden Einweisung in die Paddeltechnik und das Verhalten im Kanu auch bei Wellen und Wind ging es dann jeweils in zwei Dreier-Teams raus aufs Wasser.

Bei ordentlich Wind kam sogar ein bisschen Südsee-Feeling auf. Ob wellenbrechend gegen den Wind durch die Wellen hindurch oder mit dem Wind im Rücken leicht auf den Wellen reitend konnten die Schüler das Element Wasser teils hautnah erleben. Es gab die Gelegenheit mitten im See vom Kanu aus ins Wasser zu springen und zu Baden. Auch die sogenannte Karpfenwand  (N47° 53,831′ E12° 31,184′) haben wir besucht, wobei dort durch den hohen Wellengang und den starken Wind Vorsicht geboten war um nicht auf die Felsen aufzulaufen.

Insgesamt hatten alle viel Spass und wir sind gemeinsam mit dem Lehrer Markus Betz der Meinung dass diese Aktion sehr wahrscheinlich nächstes Jahr wiederholt wird.

schule-trifft-verein2015

Verabschiedung von Stefan

zum Fotoalbum

 

Vollmondpaddeln auf dem Chiemsee

Es ist immer wieder ein Genuß und wir freuen uns jedes Mal, wenn wir, trotz des lange Aufbleibens unter der Woche, wo ja die meisten am nächsten Tag arbeiten müssen, dann das ruhige Gleiten in der mystischen Vollmondstimmung über den Chiemsee erleben dürfen.

Diesmal war es besonders schön, denn nicht nur die Hinfahrt zum Campingplatz Lambach, inzwischen einer unserer Stammplätze für Ausfahrten, war wunderbar, da wir eine ausgiebige Pausse einlegten um mitten im offenen (bayrischen) Meer schwimmen zu gehen. Ja das ist das tolle beim Outrigger Paddeln, denn man kann jederzeit (mehr oder weniger) problemlos wieder ins Kanu einsteigen, auch wenn man keinen festen Boden unter den Füßen hat. Jeder hat da seine spezielle Technik. Manche (wie wir uns sagen liesen) versuchen bei Rennen wo ja während der Fahrt die Paddler gewechselt werden sich durch eigentlich unerlaubtes “hook-up” mit dem Ellenbogen ins Kanu hochzu hackeln ohne Rücksicht auf evtl. Schmerzen oder gar Verletzungen. Hie Endorphine helfen da ganz schön weiter. So ist es dann wohl auch beim Wiedereinsteigen nach einer relaxten Schwimmtour, jeder kommt irgendwie wieder an Bord, und wenn nicht, wir lassen ja niemanden zurück an Land schwimmen, dann gibt es eben etwas Hilfe.

vollmond15_03_IMG_1205

Das eigentlich wunderbare an der diesjährigen Vollmondtour war, dass unser neues Vereinsmitglied Petra mit ihrer wunderschönen orginalen hölzernen indianischen Flöte ein kleines Konzert gab. Am Chiemseeufer des Campingplatz Lambach mit Blick auf den Mond, die Reflexionen im Wasser, der Silhouette der Berge und des malerischen Stegs im Vordergrund durften wir den mystischen klängen aus Petras Flöte lauschen. Ja es war sogar so schön, dass gleich Camping-Urlauber vor Ort nach einer Zugabe riefen.

Umso schöner war dann die Rückfahrt, dann mitten auf halber Strecke bei absoluter Windstille und Null-Wellengang war die Stimmung während des zweiten Flötenspiels dann am Höhepunkt angelangt.

vollmond15_09_IMG_1237

Danke Petra, dass Du Dich getraut hast und wir diese mystische Stimmung somit noch einmal ganz anders erleben durften. Das Grillen wird bestimmt demnächst nachgeholt.

Kanu Testival 2015

Am Wochenende vom 26.06.2015 zum 27.06.2015 war es endlich so weit. Roland und ich (Andreas) repräsentierten den COC in München auf der Olympia-Regatta-Strecke mit einem Stand und präsentierten sich mit möglichst vielen Outrigger Kanus.

Details findet ihr unter http://kanu-outdoor-testival.de/

Eine spannende Sache war da bereits der Transport der überlangen Kanus mit dem Kleinwagen nach München. Die zwei V1 auf dem Autodach ragten tatsächlich bis über den angekoppelten Anhänger, der das V4 trug, hinaus. Was für ein Gefährt: Der Hinweis “Vorsicht Wagen schert aus” bekommt da gleich eine ganz andere Dimension. Aber zumindest haben Roland und ich nach fast 2 Stunden des Probierens die optimale Konstellation gefunden, wie man die 3 Kanus mit nur einem Auto sicher transportieren kann.

testival15_30_IMG_1152
zum Fotoalbum

Am Olympiagelände angekommen war dann alles ganz gemütlich, jede Menge Platz und auch zeitlich gab es keinen Stress, da die ersten Gäste sowieso erst gegen Mittag/Nachmittag eintragen. Die Premiere hatte auf diesem Event dann gleich unser neues Vereinspavillon das hier auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wurde.

Wir wissen jetzt:

Es ist nicht Wasserdicht, denn bei dem leichten Regen am nachmittag bahnte sich schon der ein oder andere Tropfen durchs Tuch hinunter auf die Bücher und den Laptop …. also schnell alles mit Folie abgedeckt und den Kauf eines Imprägnierungssprays abgespeichert.

Bodenanker oder Steine zum Beschweren sind notwendig, da sonst die kleinste Böe das Zeltchen abhebt und woandershin trägt. So geschehen, als Roland und ich gerade mit der Einweisung am Wasser beschäftigt waren. Aber Dank unserer äußerst freundlichen Nachbarn, dem Konstrukteur und Firmeninhaber von Kayak Poldi konnte schlimmeres verhindert werden.

Kajak Poldi ist hier erwähnenswert, da ich solch eine Rumpfkonstruktion bisher noch nicht gesehen habe. Der Boden ist hier der Länge nach nach innen sozusagen eingedellt, sodass dieses Kajak im Vergleich zu einem Rennkajak stabiler auf dem Wasser liegt ohne dabei merkenswert Performance zu verlieren. Eine interessante Konstruktion.

Umso schlimmer war dann die Tatsache, dass eine plötzliche Windböe am Sonntag Vormittag das komplette Nachbarszelt sammt Kleiderstander meterweise davonwehte und die Kajaks von Kajak Poldi von den Ständern und auf unsere Kanus geworfen wurde. Was für ein Schreck, diese 10 Sekunden. Im Vergleich zu dem Schaden den die neuen Testkajaks unseres Nachbarn hatten, haben unsere Kanus vergleichsweise wenig abbekommen. Glück im Unglück.

Die schönen Erlebnisse sollen hier natürlich nicht zu kurz kommen, denn es gab Sie mehr als genug:

Diverse Familien und Einzelpaddler waren sehr verwundert, da sie teilweise Kanus nach polynesischer Bauart zum ersten Mal gesehen haben und umso mehr begeistert waren sie, als sie die Kanus getestet hatten. Ob ein Hotelmitarbeiter vom Starnberger See, der sich für unsere Kanus als Freizeitangebot für seine Hotelgäste interessierte oder Familien, die ein stabiles Wanderboot suchen, das das Gepäck für die ganze Familie transportieren kann, alle waren begeistert.

testival15_06_IMG_1045
zum Fotoalbum

Als dann plötzlich 3 Vereinsmitglieder (Boris, Fai und Rainer) auch noch als Gäste auftauchten und wir dadurch vor Ort dann noch den V6 des ortsansässigen Drachenbootvereins paddeln durften war der Höhepunkt erreicht. Ich durfte sogar steuern, was die Evi kurz und schmerzlos mit folgenden Worten ankündigte: “kannst Du Steuern, wenn nicht, dann lernst’ es”. Ja die Mirage lässt sich sogar etwas besser steuern und läuft sogar noch besser wie unsere V4, ist ja auch klar bei einem Kanu in dieser Preiskategorie.

testival15_12_IMG_1064
zum Fotoalbum

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg, für den COC und für den BKV im Allgemeinen. Für die Besucher waren neben dem Testen sämtlicher Wassergefährte, wie unsere Outrigger Canoes, Seekajaks, Wildwasserkajaks, Rennkajaks (wobei sogar ein echtes Olympisches Rennkajak getestet werden konnte), Stand-Up-Palldles, Kanadier, Rennkanadier uvm., auch  Events wie das Kanu-Polo-Tunier, das sich über das ganze Wochenende erstreckte oder für die Kinder das elektrische Ponyreiten eine pausenlose Unterhaltung.

Gerade das Kanu-Polo war für diejenigen, die diese Sportart noch nicht gekannt haben ein echter hingucker. Es ist schon fast erschreckend wie man sieht mit welcher Kraft und Schnelligkeit die Spieler mit Ihren Kajaks schwungvoll andere Spieler rammen oder überfahren, ganz abzusehen von Handgreiflichkeiten, die auf Spieler die den Ball gerade nicht besitzen, angewendet werden. Da ist das Beherschen der verschiedenen Rolltechniken ein absolutes Muss. Faszinierend, wie “brutal” Wassersport auch sein kann, vielleicht die härteste Wassersportart die ich kenne.

testival15_19_IMG_1080
zum Fotoalbum

Eine wunderbare Überraschung war dann natürlich wie eine ehemalige Mitpaddlerin, die Daniela, die bereits in früheren Jahren mit unserem Verein die Vogalonga bestritten hat, plötzlich an unserem Stand aufgetaucht ist. Schön “alte Bekannte” auf diese Art kennenzulernen. Natürlich sind wir dann schnellst möglich raus und präsentierten unserem “Ehrengast” auf dem Testival eine spritzige Outriggerfahrt.

testival15_37_WP_20150628_009

So verging nun ein interessantes, zwar etwas stressiges, aber wieder ein Mal ein Wochenende mit vielen neuen netten Kontakten, lehrreichen Zwischenfällen und vor allem aber viel Spass.

Wir sind auf jeden Fall nächstes Jahr wieder dabei beim Kanu-Outdoor-Testival in Oberschließheim.

zum Fotoalbum

Vogalonga 2015

Vogalonga 41a,

das ist der offizielle Name der diesjährigen Vogalonga, DEM Paddelevent in Venedig. über 1800 Kanus und Boote waren bei der diesjärigen Vogalonga angemeldet und über 8000 aktive Paddler und Ruderer waren auf der über 30 km langen Runde durch und um Venedig herum unterwegs.

Details findet ihr unter www.vogalonga.eu und www.vogalonga.it

zum Fotoalbum

Zu viert sind wir (Claudia und Andreas vom Ciemsee Outrigger Canoes e.V.) mit zwei Gästen am Samstag um 6 Uhr morgens bei Regen aufgebrochen. Ja, wir vertrauten dem Wetterbericht, der besagte, dass der Regen auch in Venedig gegen Nachmittag abnehmen und am Abend aufhören sollte. Am Sonntag, so die Vorhersage, soll der Wind dann sogar bis Mittags auf unter 8 km/h fallen und die Sonne sich zeigen.

vogalonga15-wetter

Was für ein Glück wir dann letztendlich hatten ist uns am Sonntag klar geworden. Eigentlich wie vorhergesagt nur, dass der Sonntag tatsächlich ein richtiger Sommertag war mit gefühlten 26°C. Das einzige was uns noch erinnerte an die vergangenen Regentage war die Wassertemperatur.

Es war wieder ein wunderbar erlebnisreiches und gelungenes Event. Sogar wesentlich entspannter war alles. Das Abholen der Unterlagen und der Startnummer war einfach, da wir diesmal genau wussten wo wir hin mussten, auch der Weg war relativ einfach, da wir die Anfahrt vom Campingplatz (Fusina) zum Markusplatz bereits kannten (ca. 7 km). Übrigens, für alle die den Campingplatz noch nicht kennen. Er liegt nicht wirklich schön, also inmitten des Industrie-Hafen-Gebiets. Aber an der 100 m entfernten kleinen Marina (Hafen) können die Boote und Kanus wunderbar ins Wasser getragen werden.

Im Hauptkanal, wo auch die großen Kreuzfahrt-Monster unterwegs sind, waren die Wellen teilweise beängstigend hoch (der Lipnosee lässt grüßen). Das wird uns eine Lehre sein, beim nächsten Mal nehmen wir wirklich Schwimmwesten mit und tragen diese auch, wenn auch nur in diesem 1 km langen Kanalstück.

Beim zurückpaddeln haben wir diesen Kanal nach 2/3 der Strecke geschickt umfahren und sind um die Insel Sacca Fisola herumgefahren (s. GPS-Track) durch einen kleinen Verbindungskanal zurück auf die Route zum Campingplatz. Eine schöne Erfahrung mal andere nicht touristische Inseln bei Venedig zu sehen.

2015_0525_Vogalonga0067_web

zum Fotoalbum

Die eigentliche Vogalonga-Runde durch die Bucht von Venedig war auch wunderbar entspannt, da wir einige Pausen einlegten, sei es zum Toilettengang (war übrigens wirklich interessant und amüsant, wie die einzelnen Paddler erfinderisch waren hier im Flachland auf die Toilette zu gehen), zum Beine vertreten,  zum Schwimmen oder auf einen “schnellen” Cappuchino auf der Insel Murano. Gut dass Robert so gut Italienisch konnte, somit stand einer Bestellung und der schnellen Bezahlung nichts im Weg, und wir konnten unsere Weiterreise fortsetzen. Naja, so schnell hätten wir eigentlich gar nicht sein müssen, denn vor dem Eingang nach Venedig gab es wieder einen riesigen Stau. Diesmal warteten wir ca. 1 Stunde, in der wir den Eingang  zum Kanal fast schon berührten, dann wieder zurück gedrängt wurden und über 100 Meter entfernt waren. Dieses Spiel wiederholte sich einige Male, alles auf engstem Raum. Mit fast kenternden Ruderern, die bei eingeklappten Rudern fast die Balance verloren und auch manchem sehr genervten italienischem Gondoliero, der entweder uns am Iako mit seinem Paddel festhielt und uns am Vorwärtskommen hinderte oder lautstark uns mit “Bastardo” beschimpfte, wenn er es nicht geschafft hat sich und seine Godel an uns vorbei zu schieben. Aber ansonsten ist diese Vogalonga wieder absolut friedvoll verlaufen, und nach dem Stau hat sich die Lage wieder sehr schnell entspannt und wir konnten das Highlight, also die abschließenden Kilometer durch den Canal Grande wunderbar genießen und auch das ein oder andere Foto machen mit unseren am Vortag auf dem Markusplatz für 3 EUR erstandenen Zauberstäben, den sog. Selfy-Sticks, den Teleskopstangen, an die man eine Kamera befestigen konnte und von oben dann Fotos von uns und den Booten/Kanus machen konnte.

IMG_0713_web

zum Fotoalbum

Zum Schluss der Vogalonga, es fehlte nur noch ca. 1 km, da ertönte dann der Schluss-Schuss. Jetzt war wohl die Vogalonga zu Ende, aber wir noch nicht am Ziel. Hmmmm, wir waren alle sehr gespannt, aber dieses Signal ist wohl eher für die Motorboote gedacht, denn jetzt nahm der Verkehr auf dem Kanal wieder zu. Nach längerem Anstehen – wir waren nicht die letzten – an der Medaillen- und Siegerurkunden-Ausgabe (Die Italiener ließen sich wirklich jede Menge Zeit dafür) – hatten wir endlich unsere Trophäen in den Händen und zudem noch einen Bund Bananen. Wir entschieden uns jetzt noch irgendwo im ruhigen Wasser anzulegen und die restliche Zeit nicht am Campingplatz inmitten von Hafenindustrie, sondern noch in Venedig zu verbringen. Eine gute Entscheidung, ganz relaxed ließen wir uns durch die Gassen zwischen den Kanälen treiben und bekamen tatsächlich irgendwo noch einen guten Cappuccino für 1,50 EUR mit auf den Weg, den wir dann am Canal Grande in Ruhe genossen.

2015_0525_Vogalonga0093_web

zum Fotoalbum

Wirklich seltsam was für Leute sonst noch die Vogalonga bestritten. Da war ein junger sportlich wirkender Paddler in seinem Faltboot, der, wie sich herausstellte neben mehreren Flaschen Bier auch zwei Flaschen Wein unterwegs als Proviant verzehrt hatte. Genau so haben wir das dann fast erwartet, wie er versucht hat torkelnd sein Boot aus dem Wasser zu heben. Fast wäre er ins Wasser gefallen, fast unter der Last seines Kanus zusammengebrochen, fast alle seine vielen schweren leeren Flaschen aus dem Boot fallend auf dem Boden zerbrochen. Mit etwas Hilfe hat er es dann doch geschafft ….. Verrückt was auf der Vogalonga für Leute unterwegs sind.

2015_0525_Vogalonga0114_web

zum Fotoalbum

So nahm unsere Tour also wieder ein Ende. Heil aber angenehm erschöpft am Campingplatz angekommen haben wir es uns verdient – eine gute frische gekühlte Flasche Bier für 4 EUR vom Campingplatzkiosk. Duschen, Brotzeit (eine Pizza im Restaurant hätte 1,5 Stunden gedauert), eine Flasche Wein und wir sind alle geschafft angenehm ins Zelt gefallen und haben geschlafen wie man so schön sagt: “like a baby”.

2015_0525_Vogalonga0122_web

Bis zum nächsten Mal – Venedig wir kommen wieder, vielleicht schon zur Vogalonga 42a

zum Fotoalbum

Outrigger Rennen Seeoner Triathlon

seeoner-triathlon-traunreuter-anzeiger

seeoner-triathlon-OVB-online

Webcam

Wassertemp. Seebruck